Erster Urlaub


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5–7 Minuten

2024 war ein sehr ereignisvolles Jahr für mich. Ich habe mein schriftliches und mündliches Abitur (erfolgreich!!) absolviert, bin auf meinem ersten Ball (Abiball) gewesen und habe, nach langen hin und her, wer mitkommt und wohin und viel strapazierten Nerven, meinen ersten Urlaub ohne Eltern auf Mallorca in Santa Ponsa (wie ne Bucht) verbracht.

Ursprünglich wollte ich mit meiner besten Freundin und zwei weiteren Freunden den Urlaub planen. Wir waren sogar extra in einem Reisebüro an einem Vormittag (!) nur um dann danach festzustellen, dass es den beiden anderen zu kurzfristig ist und dass beide in diesem Zeitraum tausend Arzttermine haben (konnte man ja auch nicht vorher sagen  -_- )

Dann ging´s also ans Rekrutieren einer weiteren Freundin, die eventuell Bock hätte mitzukommen. Gemeinsam haben wir dann alles ready gemacht und einen Monat vor Urlaub gebucht. Ich habe auf diesen Urlaub praktisch hin gefiebert. Da war an Schlaf am Anreisetag gar nicht zu denken. Weder im Auto, im Flugzeug oder im Shuttle. Während der Fahrt zu unserem Hotel mit dem Shuttle sahen wir uns die Gegenden und Hotels der anderen Gäste an und haben immer gehofft, dass wir hier nicht raus müssen…

Als unser Hotel (Bahia de Sol) endlich zu sehen war, ist der Bus einfach vorbei gebrettert, kurzer Schockmoment, Bus ist nur umgedreht, alles gut. Das Hotel ist relativ mittig im Ort mit einem Pool, Rooftop-Bar und sehrr leckerem Essen. Also wirklich lecker. Unser Zimmer war, auch wenn selbst verschuldet wegen der späten Buchung, im ersten Stock und sah etwas mitgenommener aus und statt des Beistellbetts hätte man auch auf einer Holzplatte schlafen können (aber ich musste zum Glück nicht drauf schlafen, auch wenn wir anfangs meinten wir wechseln uns aber naja ~ wupsi).

Gleich am ersten Tag musste ich auch schon direkt wieder ein Trauma durchleben. Ich war die Erste, die das Badezimmer benutzt hat. Ich war mit allem fertig, wasche Hände und will die Tür aufmachen. Tja, ging nicht. Die Tür hat geklemmt. Gott sei Dank waren meine Freunde, im Gegensatz zum ersten Mal, gleich nebenan im Zimmer und hörten meine bereits panisch gewordenen Rufe aus dem Klo. Mit vollem Körpereinsatz sprang meine beste Freundin außen gegen die Tür und verschaffte mir so wieder zu meiner Freiheit. Jetzt ist es eine Geschichte zum Lachen, aber in diesem Moment war ich schon bereit crash-out zu gehen.

Am ersten Abend sind wir ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben uns alles ein bisschen angeschaut. Dabei sind uns mehrere Tattoo-Shops ins Auge gefallen. Während eine von uns direkt einen Termin gemacht hat, hab ich erstmal bis Ende des Urlaubs überlegt: mach ich´s – mach ich´s nicht, wohin und vor allem was???

Der erste richtige Tag war ein Strandtag. Zwischen 5 – 10 Minuten brauchten wir, um bis zum Strand zu kommen. An dem Tag war es aber sehr windig, weshalb uns ständig Sand ins Gesicht geflogen ist und wir uns zudecken mussten. Abends suchten wir uns entweder in der Stadt eine Bar oder gingen aufs Dach zur Rooftop-Bar vom Hotel (kann ich nur empfehlen). So sahen die meisten unserer Tage aus: Strand, Karten spielen am Strand, Stadt erkunden, Bar, Karten spielen in der Bar. Und zwischendurch machten wir hin und wieder einen Abstecher in einen Frozen-Joghurt Laden, natürlich praktischerweise in unserer Straße :3

Ab dem zweiten (Strand-)Tag schien die Sonne wieder ununterbrochen, weshalb dann Bräunen auf dem Plan stand. Trotz Sonnencreme haben wir uns alle massiv verbrannt. Die Schultern, den Rücken – so das Übliche bis auf meine beste Freundin. Die hatte sich nämlich ganz schlimm die Kniekehlen verbrannt (siehe Bild anbei =)). Mit Panthenol und Sonnenmilch versorgten wir die schlimmsten Stellen.

Am vorvorletzten Tag gab es weniger zum Frühstück, da wir vorhatten, zum Mittag Paella zu essen und anschließend bei einer Bootstour aufs Meer mitzufahren, um Delfine zu sehen. Aber da ging es ja schon wieder los. Erstmal ein Restaurant finden, welches gute Paella zu einem guten Preis verkauft. Eigentlich sollte es ein Restaurant in der Nähe von der Anlegestelle des Bootes sein. Da wir aber später losgekommen sind, entschieden wir uns für eins direkt vor der Haustür. Wir haben bestellt. Und warteten … und warteten …. und der Kellner meinte, es dauert noch weitere 20 Minuten (20 minutes? aw double fuck). Als Entschuldigung bzw. für die längere Wartezeit bekamen wir gratis ein riesiges Knoblauchbrot-Herz, welches übelst lecker war. Die Paella kam kurz später und es war die geilste Paella, die ich je gegessen habe (Restaurant ist übrigens Ciao Bella Santa Ponsa – kann ich für eine sehr gute Paella nur empfehlen).

Durch die Stadt auf die andere Seite der Bucht war der Anlegesteg für das Boot zum Delfine schauen. Der Guide war richtig cool drauf. Er konnte Spanisch natürlich, Italienisch, Englisch, Französisch und Deutsch (?) und sorgte für gute Stimmung auf dem Schiff. Nach einer Viertelstunde aufs Meer raus konnten wir dann auch schon eine große Gruppe von Delfinen sehen, welche immer näher ans Boot herankamen. Sie sprangen aus dem Wasser heraus, schwammen neben oder unter dem Boot entlang. Es war wirklich schön.

Nach dem Delfine-Schauen hielten wir noch kurz in einer Bucht, um zu baden und Schnorcheln. Während eine von uns dreien tauchen war, gingen meine beste Freundin und ich unter Deck, da man dort durch Fenster wie bei einem U-Boot unter Wasser Fische beobachten konnte (oder die Taucher). Da konnten wir auch live feststellen, wo das Klopapier nach dem Spülen hinkommt :/ Mit Speed ging´s dann zurück in unsere Bucht in Santa Ponsa.

Die schönsten Dinge gehen ja bekanntlich am schnellsten vorbei und der vorletzte Tag (Tattoo-Termin) stand an. Bis zum Termin um 22 Uhr war aber noch einiges zu machen: mein Tattoo designen, baden, mental-breakdown, Stadt weiter angucken und Abendbrot essen. Auf dem Weg zum Tattoo-Studio kam uns eine Joggerin entgegen, die 5 € verlor. Wir wollten ihr die natürlich zurückgeben, aber da sie schon wieder so schnell weg war wie sie uns entgegenkam, behielten wir die gnädige Spende *hust*. Meine Freundin fing mit ihrem Tattoo an und ich kam danach. In insgesamt 45 Minuten waren wir beide durch und 150 € ärmer.

Auf dem Rückweg zum Hotel und einer kurzen Fotosession, entdeckten wir einen Süßigkeiten – Laden. Nach jedem Gummibärchen wiegten wir unsere Tüte, um innerhalb der 5 € zu bleiben. Wir waren 17 ct drüber, die uns der super coole Verkäufer erließ. Somit bekamen wir komplett gratis Gummibärchen. Der absolut beste Teil des ganzen Abends.

Da wir aber natürlich auch Vorzeige-Touristen sind, haben wir selbstverständlich noch am letzten Tag/Abreisetag noch eine gute Tat vollbracht. Plötzlich lief ein verloren gegangener und verletzter Hund (mit Halsband) verwirrt über die Promenade. Wir informierten daraufhin den nächsten Wachdienst (?) / Rettungsdienst an der Promenade, die sich dann um ihn kümmerten.

Und das war einmal als Kurzfassung mein erster Urlaub ohne Eltern :3 Für mich und meine Freunde hat sich das komplett normal angefühlt und es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung!

Das wars fürs Erste!
Schönen Tach noch :3 Tschöß

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